08. Februar 2026
Leerstand kostet Geld: Was Eigentümer unterschätzen
Leerstand wird von vielen Eigentümern immer noch als „vorübergehender Zustand“ betrachtet. Frei nach dem Motto: Lieber abwarten, bis der richtige Käufer oder Mieter kommt. Was dabei häufig übersehen wird: Eine ungenutzte Immobilie arbeitet gegen ihren Eigentümer – jeden einzelnen Monat.
Laufende Kosten hören nicht auf
Auch ohne Nutzung verursacht eine Immobilie feste Ausgaben. Grundsteuer, Versicherungen, Strom-Grundgebühren, Wasser, Abwasser, Müll, Schornsteinfeger, Wartungen – all das läuft weiter. Hinzu kommen häufig Kosten für Mindestbeheizung, damit keine Frost- oder Feuchteschäden entstehen.
Der Irrtum liegt darin zu glauben, diese Beträge seien „überschaubar“. Auf ein Jahr gerechnet kommen schnell mehrere tausend Euro zusammen – ohne jeden Gegenwert.
Substanz leidet schneller als gedacht
Ein bewohntes Haus wird gelüftet, beheizt, genutzt. Ein leerstehendes Gebäude nicht. Feuchtigkeit, Schimmelbildung, Geruchsprobleme oder auch Schädlingsbefall treten bei Leerstand deutlich häufiger auf.
Besonders kritisch: Keller, Dachbereiche und wenig belichtete Räume. Kleine Schäden bleiben unentdeckt und entwickeln sich schleichend zu echten Wertminderungen.
Marktpsychologie arbeitet gegen lange Leerstände
Objekte, die über längere Zeit am Markt oder sichtbar leer stehen, werden kritisch beäugt. Interessenten fragen sich unweigerlich:
Warum ist diese Immobilie noch nicht verkauft oder vermietet?
Das Ergebnis ist oft Zurückhaltung, Preisverhandlungen oder vollständiges Desinteresse – selbst dann, wenn das Objekt grundsätzlich attraktiv ist.
Versicherungs- und Haftungsrisiken steigen
Viele Eigentümer wissen nicht, dass leerstehende Immobilien besondere Anforderungen an den Versicherungsschutz stellen. Nicht gemeldeter Leerstand kann im Schadensfall zu Kürzungen oder sogar zum Verlust des Versicherungsschutzes führen.
Hinzu kommt die Verkehrssicherungspflicht: Unbefugtes Betreten, Sturmschäden, herabfallende Bauteile – der Eigentümer bleibt verantwortlich.
Leerstand ist keine Strategie
Abwarten mag früher funktioniert haben. Heute funktioniert es immer seltener. Märkte bewegen sich schneller, Käufer und Mieter rechnen genauer, Banken prüfen strenger. Ein längerer Leerstand schwächt die Verhandlungsposition und kostet bares Geld.
Fazit
Leerstand ist kein neutraler Zustand, sondern ein aktiver Kosten- und Risikofaktor. Je länger eine Immobilie ungenutzt bleibt, desto schwieriger wird die spätere Vermarktung – und desto höher fallen die stillen Verluste aus.
Eine realistische Preisstrategie, eine saubere Objektaufbereitung und ein klarer Vermarktungsplan sind heute entscheidender denn je.
Wer früh handelt, behält die Kontrolle. Wer wartet, zahlt.
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